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Poka Yoke

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von Valentin Proepper

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23.02.2022

Bei Poka Yoke handelt es sich um ein Prinzip der Fehlervermeidung und Fehlerverhinderung. Es lässt sich vom Jidoka Prinzip ableiten, welches so viel wie Automation bedeutet. Wir haben gelernt, dass Maschinen uns Menschen entlasten. Doch die Menschheit gewinnt nicht nur an Ergonomie, sondern profitiert ebenso von einer fehlerfreieren Produktion. Durch Automationen und Sensoren können Fehler gemeldet werden, wodurch die Maschine gestoppt wird und Überwachungstätigkeiten wegfallen. Das Poka Yoke Prinzip ermöglicht zudem die Bedienung mehrerer Maschinen gleichzeitig. Durch Automationen gelingt es uns nicht nur die Produktivität, welche sich von der gleichzeitigen Bedienung mehrerer Maschinen ableitet, sondern auch die Qualität zu steigern. Wie viele andere Begriffe im Rahmen von Lean Management ist dieser Begriff ebenso japanischer Herkunft. An erster Stelle muss die Fehlervermeidung und die Fehlerverhinderung differenziert werden. Bei der Vermeidung eines Fehlers greift man bereits in den Prozess, da der Fehler schon aufgetreten ist. Das fehlerhafte Teil wird nicht der nächsten Produktionsstufe weitergegeben. Bei der Fehlerverhinderung
geht man härter vor. Denn einen Fehler zu verhindern, bedeutet die Ausschließung des Eintritts solch eines Fehlers. Dadurch soll verhindert werden das ein Prozess falsch oder unvollständig abläuft. Zwangsabläufe sollen Fehler im
Prozessfluss identifizieren, so dass die Teile ebenso nicht in den nächsten Prozessschritt gelangen.

Weitere Prinzipien des Poka Yoke Prinzip

Kontaktprinzip: Das Kontaktprinzip basiert auf Abmessungen der Teile. Es werden Parameter zur Erkennung von Abweichungen definiert. Einer der Poka Yoke Beispiele sind Münzenautomaten. Münzenautomaten identifizieren physikalische Charakteristika und sortieren die Münzen dementsprechend. In der Produktion werden anhand von Sensoren fehlende Charakteristika identifiziert und fehlerhafte Teile aussortiert, damit Sie nicht in den nächsten Prozessschritt gelangen.
Festwertprinzip: Dieses Prinzip basiert auf definierten Werten, welche die Erkennung von Abweichungen ermöglichen. Die bei diesem Poka Yoke Prinzip notwendigen
Parameter können zum Bespiel Gewicht und Mengenanzahl sein. Der Kern des Prinzips liegt auf der Kommissionierung, denn hier kann man die Teile auf Gewichts- und Mengenabweichungen überprüfen.

Prozessschrittprinzip: Im Fokus dieses Poka Yoke Prinzipes steht der Prozessfluss und die sich daraus ergebende Reihenfolge. Denn der Folgeprozess kann nur stattfinden, wenn der vorherige Prozessschritt abgeschlossen ist. Abweichungen des Prozessstandards werden identifiziert, indem erkannt wird, dass ein
notwendiges Werkzeug nicht verwendet wurde. Dadurch findet der Weitertransport nicht statt.

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