▶ Lean Six Sigma | Fallbeispiel ANALYZE | Six Sigma Deutschland

Seit über 15 Jahren Ihr Spezialist für Six Sigma.

Lean Six Sigma – Fallbeispiel Teil 3

j

von Kim Schwarz

}

26.11.2021

Analyze: Im dritten Schritt des DMAIC-Zyklus geht es darum die Ursachen für die in Measure ermittelten Daten zu finden. Dafür werden alle Einflussfaktoren ermittelt, die der Grund dafür sein könnten, dass die Prozesse nicht den Anforderungen der Kunden entsprechen. Die gefunden Einflussfaktoren werden auf ihre Auswirkungen untersucht. Anschließend werden Maßnahmen zur Beseitigung der Fehlerursachen ermittelt, um den Prozess bestmöglich zu optimieren.

  • Schritt 1: Daten und Prozesse analysieren
  • Schritt 2: Grundursachen ermitteln
  • Schritt 3: Verbesserungsmöglichkeiten quantifizieren
Schritt 1: Daten und Prozesse analysieren

Zunächst wird der Einfluss der Prozessvariablen (Einflussfaktoren) auf das Prozessergebnis betrachtet. Mithilfe der in Measure gesammelten Daten können dabei Muster erkannt und Schlüsse gezogen werden. Diese müssen in der Analyze-Phase durch die Prozessanalyse überprüft werden. So können nicht-wertschöpfende Prozesse ausfindig gemacht werden.

Schritt 2: Grundursachen ermitteln

Die gesammelten Daten der Daten- und Prozessanalyse werden präziser untersucht, damit Schwankungen der Einflussfaktoren besser ausgemacht und gezielt verbessert werden können. Dafür werden die entscheidendsten Einflussfaktoren ermittelt, die den Prozess maßgeblich stören.

Ishikawa-Diagramm

Ein Tool für die Eingrenzung der Grundursachen ist das Ishikawa-Diagramm. Hier können die Gründe für die Fehler auf der Makroebene zusammengefasst werden und mögliche Ursachen näher betrachtet werden.

Kontroll-Einfluss-Matrix

Die Kontroll-Einfluss-Matrix ist ein weiteres Tool zur Ermittlung der Grundursachen. Dafür werden die Einflussfaktoren nach der Stärke ihres Einflusses und der Kontrolle, welche das Team über diese hat, gegenübergestellt. So können Einflussfaktoren priorisiert werden. Am Ende sind die Faktoren ersichtlich welche einen großen Einfluss auf den Prozess haben und unter Kontrolle des Teams stehen. Diese sind für eine effiziente Prozesslösung am wichtigsten.

Pareto-Diagramm

Beim Pareto-Diagramm werden die Einflussfaktoren in einem Balkendiagramm nach Häufigkeit ihres Auftretens eingetragen.
Nach dem Pareto-Prinzip werden 80% der Probleme von 20% der Ursachen ausgelöst.
Die linke Achse beschreibt die Gesamthäufigkeit.
Die rechte Achse beschreibt den kumulierten Prozentwert.
Um den Pareto-Effekt zu erhalten, wird bei 80% eine Linie gezogen. Dadurch lassen sich die 20% der Ursachen ablesen, welche die 80% der Probleme verantworten.

Schritt 3: Verbesserungsmöglichkeiten quantifizieren

Im letzten Schritt wird auf Basis der gewonnen Erkenntnisse entschieden, ob das Projekt weitergeführt wird. Dafür wird der materielle Ertrag (Einsparungen von Kosten, Durchlaufzeiten, Kapazitätssteigerung) und der immaterielle Ertrag (Steigerung der Kundenbindung, verbessertes Unternehmensimage) des Projekts geschätzt. Im Anschluss wird dann auf dieser Grundlage entschieden, ob der Aufwand gerechtfertigt ist.

Hier geht es zurück zur Einleitung

Hier geht es zurück zur Measure Phase

Hier geht es zur Improve Phase

CONTROL folgt in den nächsten Tagen.

Interesse? Seminar!

Werfen Sie einen Blick auf unser vielfältiges Seminarangebot rund um die Themen Lean Six Sigma und Scrum!

TOP 5 Seminare

Mehr Lexikon

Ishikawa-Diagramm / Ursache-Wirkung-Diagramm

Definition: Das Ursache-Wirkung-Diagramm, auch bekannt als Ishikawa-Diagramm oder „Fischgräten-Diagramm“. Das ist die Verbildlichung eines Problemlösungsprozess, bei der die Wurzel des Problems ausfindig gemacht wird. Die Hauptursachen werden so lange zerlegt, bis das...

read more

Korrelationskoeffizient

Definition: Mit dem Korrelationskoeffizient wird die Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs zwischen zwei stetigen Variablen wiedergegeben. Wenn ein Input und ein Output untersucht werden, kann mit der Korrelationsanalyse nachgewiesen werden, wie stark der...

read more

Newsletter

Folgen Sie uns

Ähnliche Beiträge

Ishikawa-Diagramm / Ursache-Wirkung-Diagramm

Definition: Das Ursache-Wirkung-Diagramm, auch bekannt als Ishikawa-Diagramm oder „Fischgräten-Diagramm“. Das ist die Verbildlichung eines Problemlösungsprozess, bei der die Wurzel des Problems ausfindig gemacht wird. Die Hauptursachen werden so lange zerlegt, bis das...

Korrelationskoeffizient

Definition: Mit dem Korrelationskoeffizient wird die Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs zwischen zwei stetigen Variablen wiedergegeben. Wenn ein Input und ein Output untersucht werden, kann mit der Korrelationsanalyse nachgewiesen werden, wie stark der...

Dot Plot (Punktdiagramm)

Definition: Der Dot-Plot, auch Punktdiagramm genannt, ist ein hilfreiches Instrument, um Datenhäufungen bei quasi-stetigen Daten auf einfache Weise darzustellen. Die Form der Datenverteilung wird veranschaulicht, indem dargestellt wird wir häufig verschiedene...

Wertvolle Informationen

Gewinnen Sie neueste Einblicke hinter die Kulissen der Business-Welt und bleiben Sie stets up-to-date. Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.