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Messsystemanalyse

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von Valentin Proepper

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23.06.2022

Definition: Messsystemanalyse und Messmittelfähigkeit sind Kernbestandteile der Prozessbewertung und werden im Rahmen jeder Datenerhebung eingesetzt, um zu prüfen, ob die eingesetzten Messmittel und Messsysteme den messtechnischen Anforderungen genügen. Aussagen über Streuung, Genauigkeit, Präzision etc. von Messgeräten zu erhalten, wiederholt von verschiedenen Personen an gleichen und unterschiedlichen Teilen.

Ziel

Der Zweck der MSA besteht darin, Quellen von Abweichungen (Menschen, Materialien/Messobjekte, Methoden, Maschinen/Messgeräte, Umgebung) zu identifizieren, zu verstehen und zu minimieren, die die Messergebnisse beeinflussen können.

Anforderung (Messsystem)

  • Genauigkeit: Beschreibt, wie nah eine Messung an einem anerkannten Referenzwert liegt
  • Wiederholbarkeit: Bezieht sich darauf, wie nahe einzelne Messwerte beieinander liegen
  • Reproduzierbarkeit: Wirkung verschiedener Testungen auf die Messergebnisse
  • Linearität: gesamter Messbereich ist hinreichend klein und konstant
  • Stabilität: Messsystem muss stabile Werte liefern
  • Diskriminierung: Messsystem ist in der Lage, vorhandene Ausprägungsunterschiede zwischen unterschiedlichen Teilen aufzufinden

Vorgehensweise

1. Vorbereitung: Methode planen in Abhängigkeit des Prüfverfahrens subjektiv(über Sinneswahrnehmung) oder objektiv(mittels Lehren/Messgeräte, die Werte anzeigen), Art der Messergebnisse sowie der zu prüfenden Anforderungen
2. Durchführung: Datensammlung und sicherstellen, dass Prüfungsteile in zufälliger Reihenfolge kontrolliert werden. Die Testergebnisse sind nicht sichtbar für andere Prüfer, damit die Ergebnisse nicht beeinflusst werden.
3. Analyse und Verbesserung Ergebnisse analysieren, interpretieren und Maßnahmen daraus festlegen

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