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Lean Six Sigma – Ablauf der Measure-Phase

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von Kim Schwarz

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15.10.2021

Die Measure-Phase ist die zweite Phase des DMAIC-Zyklus und folgt der Define-Phase. Die Measure-Phase des DMAIC-Zyklus befasst sich mit der Fragestellung, wie groß das zu bewältigende Problem tatsächlich ist. Dabei ist die Hauptaufgabe der Measure-Phase den Prozess genau zu analysieren und die Outputs des Prozesses zu untersuchen.

Die Measure-Phase genauer betrachtet

Die Measure-Phase beschreibt die zweite Etappe des DMAIC Zyklus und von Lean Six Sigma. Nach einigen groben Überlegungen in der Define Phase, in der das Problem und die Ursachen für das Problem ermittelt und erkannt wurden, geht es in der Measure-Phase um konkrete Messungen der Probleme, die einen optimalen Ablauf beeinträchtigen. Es ist besonders wichtig in der Six Sigma Methode, die Probleme auch zu konkretisieren. Denn damit kann das Team auch Lösungsschritte in den nächsten Phasen von DMAIC formulieren.

Der Aufbau der Measure-Phase

Die Measure-Phase beschäftigt sich demnach mit den folgenden Fragen und versucht diese analytisch zu beantworten. Zum Beispiel versucht die zweite Phase des DMAIC Zyklus herauszufinden, was der IST-Zustand ist und was der SOLL-Zustand erreichen soll. Ein anderer Aspekt der Measure-Phase sind die Messgrößen, welche dem Prozess zugrunde liegen. Mit welchen Methoden und Verfahren die Daten erhoben werden spielt ebenfalls eine große Rolle. Ein anderes DMAIC Beispiel ist die Frage nach der Veranschaulichung der gewonnenen Daten. Am Ende der Measure-Phase müssen diese Daten selbstverständlich einer fundierten Interpretation unterzogen werden. Im Allgemeinen ist die Messbarkeit der Größen ein entscheidender Faktor des Six Sigma Projekts. Sind die Werte nicht messbar, so kann keine Verbesserung statistisch belegt werden.

Die Output-Messgrößen-Matrix

Die Measure-Phase bemisst die Inputs und Outputs eines Projektes und überträgt die Prozesse in statistische Mittel. Eine der Methoden, die dazu verwendet werden können, ist die Output-Messgrößen Matrix. Mit Hilfe dieser Methode kann das Projektteam sicherstellen, dass für jede Kunden- sowie Businessanforderung eine Messgröße gefunden wird. Darüber hinaus werden diese auf ihren Grad der Erfüllung der jeweiligen Anforderung überprüft. Es erfolgt eine Priorisierung von drei bis fünf relevanten Messgrößen für die weitere Verwendung.

Die Messsystemanalyse

Bei der Messsystemanalyse wird nicht etwa der Prozess gemessen, sondern das zu Grunde liegende Messsystem überprüft. Dadurch kann das Projektteam die Beständigkeit und die Genauigkeit des Systems überprüfen, um so mögliche Variationen zu minimieren. Weiter wird die Wiederholbarkeit sowie die Reproduzierbarkeit der Datenerhebung überprüft. Die erhobenen Daten können nur dann aussagekräftige Ergebnisse liefern, wenn zuvor sichergestellt wurde, dass die Analyse der Zahlen, Daten und Fakten zuverlässig erfolgen kann.
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