Vereinfachung des Prozessmanagements und die Auswahl der Six Sigma Verbesserungsprojekte Teil 2

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Vereinfachung des Prozessmanagements und die Auswahl der Six Sigma Verbesserungsprojekte Teil 2

Teil 2

WORKSHOP ZUR PROZESSVERBESSERUNG

Mit Hilfe der Metaplantechnik und einer "leeren Tafel" werden dann durch das Team zur kontinuierlichen Verbesserung die Prozessidentifikation oder -definition vorgenommen. Das Team für kontinuierliche Verbesserung beginnt mit einem kurzen (drei- bis vierstündigen) Workshop.

Identifizieren von Prozessen

In diesem Workshop werden eine Führungskraft und ihre direkten Mitarbeiter (typischerweise zwischen vier und 12 Personen) in einem Konferenzraum zusammengebracht. Auf dem Stuhl jeder Person befinden sich Post-it-Zettel.
Die einzelnen Mitglieder werden gebeten die Prozesse, die sie tun (oder, wenn sie den Prozess nicht kennen, die Arbeit, die sie tun) auf die Post-it-Zettel zu schreiben. Der Workshopleiter bittet sie dann nach 10 Minuten ihre Notizen auf die leere Leinwand zu schreiben. Daraufhin wird über die Notizen der Teilnehmer diskutiert und ein Affinitätsdiagramm zur Zusammenfassung der Prozesse erstellt.

Affinitätsdiagramm

Abbildung 1

Dadurch erlangen die Teams viel schneller ein Verständnis für den aktuellen Zustand der Prozesse. Durch die Beteiligung des gesamten Teams kann einfacher erkannt werden, welche Prozesse weit verbreitet oder nur eine Nische sind und wie und wo Prozesse zusammenhängen. Anschließend testen die Workshop-Teilnehmer dann den Prozess, indem sie sich entlang der gruppierten Prozesse bewegen.

Positive Ergebnisse identifizieren

Danach erfolgt die Bewertung der positiven Ergebnisse, die sich ergeben, wenn die identifizierten Prozesse fehlerfrei ausgeführt werden. Um die Wertschätzung des Teams für kontinuierliche Verbesserung zu zeigen bittet der Workshopleiter die Teilnehmer, ihre eigenen Ergebnisse zu definieren. Diese erzeugen in der Regel vier bis acht Ergebnisse. Diese sind dann so zu gewichten, dass sie die Summe 100 ergeben.
Anschließend bewerten die Workshop-Teilnehmer die Auswirkungen und den Reifegrad ihrer Prozesse anhand ihrer im vorigen Schritt ermittelten positiven Ergebnisse. Auf diese Weise kann die Gruppe eine numerische Bewertung der Auswirkungen für jeden Prozess vornehmen.