Stau im Suez-Kanal schafft große Probleme für die Nachhaltigkeit der Lieferkette

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Stau im Suez-Kanal schafft große Probleme für die Nachhaltigkeit der Lieferkette

Der Stau im Suez-Kanal durch die Blockade eines Containerschiffs verursacht nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gravierende Umweltschäden durch den Ausstoß großer Mengen an Schadstoffen

Nach dem schwierigen Corona-Jahr 2020, dessen Probleme in Deutschland noch nicht gelöst sind, kommt ein weiteres Problem auf die Supply Chain Manager: Ein bisher noch nie dagewesenes Ereignis behindert die globale Supply Chain, denn ein riesiges Containerschiff blockiert seit Tagen die Durchfahrt im Suezkanal. Bereits nach nur sechs Kilometern nach der Einfahrt in den Kanal, legt sich der Riese quer. Die Gründe dafür sind noch ungeklärt. Die im Kanal verfügbaren Schlepper konnten den Giganten nicht befreien. Nun wurde eine holländische Firma beauftragt, das Problem zu lösen. Die Bergung könnte also noch eine Woche in Anspruch nehmen. Bereits stauen auf beiden Seiten der Blockade mehr als 100 Schiffe. Dieses einmalige Vorkommnis in der 150-jährigen Geschichte des Suezkanals, verursacht massive Probleme für die europäische Industrie, da ein Zehntel des globalen Seehandels den Suezkanal nutzt.

Dies verursacht bereits jetzt große Probleme durch seine

  • wirtschaftliche Auswirkungen (die Waren sitzen im Kanal fest und kommen nicht auf den Markt),
  • Auswirkungen auf die Sicherheit der Schiffe (der Kanal liegt am Horn von Afrika an einer kritischen Stelle und könnte angegriffen werden) und
  • Auswirkungen auf die Seeleute an Bord dieses und anderer Schiffe, die sich in einer schwierigen Lage befinden.

Aber auch gravierende Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit sind zu erwarten. Da die festsitzenden Schiffe in höchster Alarmbereitschaft bleiben müssen, verbrennen sie weiterhin Treibstoff. Bereits ein einziges Containerschiff produziert die gleiche Menge an Schadstoffen wie 50 Millionen Autos, das bedeutet: nur 15 große Containerschiffe schleudern so viel Schadstoffe wie alle Autos auf der Welt in die Atmosphäre. Nach der Befreiung werden alle in der Warteschlange verharrenden Schiffe noch mehr Treibstoff verbrauchen. Laut dem maritimen Nachrichtenportal gCaptain zusätzlich 1.000 Tonnen Treibstoff, denn sie sind gezwungen schneller zu fahren, damit sie ihre Termine einhalten können.

Alle Supply-Chain-Experten, deren Waren im Suezkanal festsitzen haben ein großes Problem. Wie lange das Problem besteht und wieviel es kostet hängt maßgeblich von der Beziehung zu den Lieferanten ab. Hier zeigt sich die Wichtigkeit des Supply Relationship Management:

  • Durch Lieferketten mit starkem SRM erhalten diese früh Einblick in die neuesten Updates der Situation, während diejenigen ohne SRM keine Kenntnis davon haben, dass sie davon betroffen sind.
  • Unternehmen mit starkem SRM können das Problem gemeinsam mit dem Lieferanten lösen und nicht nur mit dem Finger auf ihre Lieferanten zeigen.
  • Lieferketten mit starkem SRM können auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele mit den Lieferanten zusammenarbeiten, d.h. sie können, um die Emissionsziele zu erfüllen, Einsparungen in anderen Bereichen erreichen.

Diese weitere Unterbrechung der Lieferkette durch globale Ereignisse zwingt die Unternehmen endlich Möglichkeiten zur Sicherheit der Lieferketten in sensiblen Bereichen (wie Pharmazie) zu nutzen und sich nicht nur von den Winden des Wandels treiben zu lassen, wo immer sie auch hinwehen mögen. Durch eine kooperative Zusammenarbeit mit den Lieferanten sollte eine nachhaltigere und berechenbarere Zukunft angestrebt werden. Die Risikopläne und Szenarien Pläne für die Lieferkette sollten endlich auf dem neuesten Stand gebracht werden.

 

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